1 Woche Zero Waste | das Selbstexperiment

1 Woche Zero Waste | das Selbstexperiment

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Plastikfrei leben | eine Woche Zero Waste Experiment

meine Tipps, Erfahrungen und Fazit

 

heyy Kollegen der Wegwerfgesellschaft,

mega erschreckend, wie unglaublich fucking viel (entschuldigung für diese saloppe Ausdrucksweise) PLASTIK MÜLL ich fast täglich rausbringe (-n sollte, sorry Mama..).

Deswegen (im Rahmen eines mir selbst auferlegtenZero Waste – Englisch Projekts) habe ich versucht, eine Woche so wenig Müll (v.a. Plastikmüll) wie möglich zu hinterlassen.

Einfach weil ich es extrem interessant finde und mal schauen will, was sich so in meinen Alltag einbauen lässt 🙂

 

DIE REGELN

  • Plastikmüll vermeiden (Verpackungen, PET-Flaschen, etc.)
  • ebenso Dosen
  • keine neuen Plastik-Einkäufe (Kosmetika etc.)
  • neue (bessere?) Alternativen ausprobieren

 

FOOD

1. Einkauf ohne Plastik (@Netto)

 

Ging eigentlich total klar. Ich habe einfach das lose Obst und Gemüse einfach so in den Wagen gelegt, zusätzlich noch ein paar Konserven im Glas… den Rest wie Nudeln etc. nehme ich von daheim (Schummlaaa??), außerdem werde ich noch unserem ‚Unverpackt‘ Laden in Nürnberg einen Besuch abstatten

 

2. holy Behältnisse

Anstatt der PET-Flasche greife ich diese Woche zu einer alten Smoothie Flasche. Ich trinke generell viel lieber aus Glas, ist nur leider immer so schwer 🙁 außerdem nehme ich alles in einer Tupperbox mit…jaaa Plastik, aber kein waste. Die nächste Lunchbox wird eine aus recyclebarem Material. Versprochen.

 

3. DIY

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Grundnahrungsmittel numero uno: Sojajoghurt. Problem: in fetten Plastikbechern verpackt 🙁 Also irgendwo eine Joghurtmaschine rausgekramt und zum ersten Mal richtig geilen Joghurt aus Sojamilch selbst gemacht. Welcome to Lara’s Yogurt Factory. Generell hab ich echt viel selbst gemacht, gemealprept, etc. man gewöhnt sich dran und es macht echt Spaß 🙂

 

4. Zero Hero Unverpackt Laden 

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Alles ist schön Bio und schön unverpackt (viel weniger Müll als die einzelnd verpackten Produkte!) Es gibt alles was das Herz begehrt 🙂 loses Gemüse/ Obst, Getreide, Nudeln, Gewürze, Müsli, Süßigkeiten, Nüsse … nur aus Spendern. Außerdem gibt es eine kleine Frischetheke mit Milchprodukten, Tofu und Backwaren uuuund eine kleine Drogerie Ecke mit Seifen, Lotions etc.

 

Man zahlt nach Gewicht und bringt die eigenen Verpackungen mit, also perfekt wenn man nur kleine oder ganz bestimmte Mengen von etwas braucht
 
Ich hab Nüsse, Schoki, Hülsenfrüchte, ein paar Tomaten und göttliche Bananenchips gekauft, natürlich alles Zero Waste 🙂
Auch preislich war es absolut ok, ungefähr so wie in einem normalen Biomarkt
 
 

BEAUTY

1.keep it simple

Beauty Noob Lara benutzt eigentlich eh nur Kokosnussöl, Shampoo und Duschgel habe ich für die Woche durch spezielle Seife ersetzt, was total unproblematisch war 🙂

 

3.Zahnpflege

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Ok. Jetzt zum härtesten Part. Zähneputzen. Ich habe mir extra eine Bambuszahnbürste und Zahnpasta Tabletten (Lush) besorgt, aber tbh ist es echt wiederlich 😀 ich brauche mein spiegelglattes Gefühl auf den Zähnen, meinen scharfen Pfefferminzgeschmack und meine Ultraschall Zahnbürste.

 

2.Schminke

Geschminkt hab ich mich ganz normal (’schminken’= Mascara und Concealer für die ganz harten Tage), kauft man ja nicht jeden Tag neu, dennoch suche ich nach nachhaltigeren Alternativen

 

KLEIDUNG

1.Flohmarkt

Ich war tatsächlich die Woche Verkäuferin auf einem Flohmarkt und neben einem schönen Sümmchen wurde vielen Teilen, die bei mir im Schrank rumgammeln, ein neuer Sinn gegeben 🙂 auch das ist Zero Waste!

2.Vintage

Jaja, neben geilen individuellen Pieces spricht natürlich auch der Nachhaltigkeits-Aspekt eine riesen Rolle, alsoo go vintage!

 

TRANSPORT

Mein Fahrrad und ich sind eh best buddies, demnach war das absolut keine Änderung, dennoch fahre ich jetzt viel bewusster Rad und fühle mich noch besser dabei, hihi

 

FAZIT

Es ist schier unmöglich komplett plastikfrei zu leben. Sehr zeitintensiv, physisch anstrengend (fahrt mal mit 15 Einmachgläsern auf dem Fahrrad von Laden zu Laden. Nicht lustig.), es bedarf einer Mengeeee Organisation und auch ein bisschen Geld, denn besonders billige Produkte sind meistens stark verpackt.

Trotzdem, ich finde die Philosophie hinter Zero Waste richtig geil. Super viele neue Erfahrungen, bestimmt einiges an Plastikmüll gepspart, sehr gesund gelebt (mealprep, Fahrradfahren, keine Plastic Partikel etc.) und vor allem so viel neues Bewusstsein bekommen.

Plötzlich hinterfrage ich Käufe, vergleiche die Verschwendung von Plastik bei Verpackungen und stelle mir vor allem die Frage: muss das jetzt wirklich sein? Brauche ich das ernsthaft? Es geht weniger um das Geld, als einfach um das Hineinlassen dieses neuen Gegenstands in dein Leben. Das war mir vorher nie so bewusst.

Ich werde defintiv viele Sachen umstellen, bin mega dankbar für die Erfahrung, eröffne jetzt meine eigene Sojajoghurt und Naturkosmetik Produktion (yessss) und merke mal wieder: Selbstreflektion ist der Schlüssel zu beinahe allem ♥

 

 

 
 

 

 



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